Hospitation als Ärztin oder Pflegekraft – Eine Win-win-Situation für Arbeitgeber und zukünftige Fachkraft

Hospitationstage im Gesundheitswesen dienen dazu einander kennenzulernen sowie einen Einblick in die Arbeitsabläufe zu bekommen – die Vergütung variiert nach Berufsstand und Dauer

Bei einer Hospitation im Bereich Medizin arbeitet ein Arzt oder eine Pflegekraft probeweise in einem Krankenhaus, einer Klinik, einem Reha-Zentrum, einer Praxis oder einem MVZ mit. Die Hospitationen sind meist kurzzeitig – angefangen mit einem Tag bis zu mehreren Wochen.

Ziel ist es, dass die Bewerberin die Arbeit, die zukünftigen Kollegen und den Arbeitsplatz besser kennenlernt  - aber auch der Arbeitgeber, meist die Chefärzte und Pflegedienstleitungen, sich ein Bild machen können, ob sie für eine Anstellung geeignet ist.

Hospitation im Rahmen des Bewerbungsprozesses

In der Regel werden Hospitationsstellen nicht ausgeschrieben, sondern die Ärztin oder die Pflegekraft bewirbt sich auf eine vakante Stelle und wird dann im Laufe des Bewerbungsprozesses zu einer Hospitation eingeladen.

Ärzte können auch selbst aktiv auf Krankenhäuser zugehen und gerade ausländische Ärzte nutzen die Möglichkeit einer Hospitation, um sich auf die Prüfung zur Anerkennung ihrer Approbation vorzubereiten.

Vergütung einer Hospitation

Generell werden Hospitationen nicht vergütet, da es sich hierbei lediglich um das Begleiten, Beobachten und gegenseitige Kennenlernen handelt. Allerdings gibt es Ausnahmen – wenn der Arzt mehrere Wochen lang hospitiert, dabei weisungsgebunden ist und Arbeitsleistungen erbringt, hat er Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Eine tarifliche Vergütung steht ihm dabei jedoch nicht zu, da er als Praktikant eingestuft wird.

Vorteile einer Hospitation

Eine Hospitation ist eine gute Möglichkeit für einen Arzt, einen ersten Eindruck von einem Krankenhaus zu erhalten. Dabei lernt er die Mitarbeiter, die Arbeitsabläufe und die Strukturen kennen und kann viele Fragen stellen. So erhält er ein authentischeres Bild vom potentiellen Arbeitgeber, als dies in einem Bewerbungsgespräch möglich ist. Dadurch fällt es Bewerbern leichter, zu entscheiden, ob eine Anstellung im jeweiligen Klinikum für sie in Frage kommt.

Auf der anderen Seite ist es auch für Krankenhäuser sinnvoll, Ärzten Hospitationen anzubieten. So kann ein Chefarzt beispielsweise feststellen, ob der Bewerber mit seiner Arbeitsweise und Persönlichkeit ins Team passt. Um als Bewerber einen positiven Eindruck bei der Hospitation zu machen, empfiehlt es sich daher, viele Fragen zu stellen, aktiv Aufgaben einzufordern und Engagement zu zeigen.

Fazit der Redaktion:

Eine Hospitation ist sowohl für Arbeitgeber vorteilhaft – trotz umfangreicher und strukturierter Bewerbungsgespräche inklusive Eignungsdiagnostik –, da so auch das praktische Wissen eruiert werden kann, aber auch sehr interessant für den Bewerber, der sein Engagement zeigen kann und praktisch erfährt, wie das zukünftige Team funktioniert und die Ausbildung verläuft.

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